Vom Seepferdchen ins offene Meer: Der KI-Schwimmkurs für Körperfragen

Kann eine KI Bauchweh haben?
Familien testen Chatbots bei Fragen zu Körper, Pubertät und Periode
„Ist es normal, dass meine Periode noch nicht da ist?” Solche Fragen stellen viele Kinder heute nicht mehr ihren Eltern. Sie tippen sie in Suchmaschinen, Social-Media-Apps und immer öfter in Chatbots. Diese Programme kennen aber weder das Alter des Kindes noch geprüfte Quellen. Manche tun sogar so, als wüssten sie, wie sich Regelschmerzen anfühlen.
Pubertät ist für viele Kinder die erste Zeit, in der sie Antworten lieber allein suchen, weil ihnen das Fragen peinlich ist. Viele Mädchen fühlen sich auf ihre erste Periode schlecht vorbereitet, und Jungen bleiben bei dem Thema oft ganz außen vor. Deshalb eignet sich das Thema so gut, um zu zeigen, was eine gute KI für Kinder ausmacht: geprüfte Inhalte, altersgerechte Antworten, ehrlicher Umgang mit den eigenen Grenzen und ein sorgsamer Umgang mit sehr persönlichen Daten.
Was passiert in den 90 Minuten?
- Blindtest: Eine kuratierte Kinder-KI und ein offener Chatbot beantworten echte Kinderfragen. Kinder und Eltern bewerten beide Antworten, ohne zu wissen, welche von wem stammt.
- Mythen-Redaktion und Vertrauens-Check: Die Kinder prüfen Quellen von Social-Media-Videos bis zur Fachbüchern und prüfen Mythen wie „Mit Periode darf man keinen Sport machen”. Die Eltern erarbeiten parallel, was eine KI-App erfüllen muss, bevor ihr Kind sie für Körperfragen nutzen darf.
- Delegations-Barometer: Was darf die KI übernehmen, was bleibt bei mir? Kinder und Eltern sortieren getrennt und vergleichen anschließend, wo sie sich einig sind und wo nicht.
- KI-Schwimmkurs: Jede Familie legt ihren eigenen Stufenplan fest, von „kuratiert” über „begleitet” bis „selbstbestimmt”.
- Zum Schluss antwortet ein Mensch: Die Fragen, die die Kinder zu Beginn anonym in eine Box geworfen haben, werden persönlich beantwortet.
Was nehmen Familien mit?
Kinder erleben, dass Fragen zu ihrem Körper normal und wichtig sind. Sie lernen, Mythen zu erkennen, und sehen, dass eine KI nur so gut ist wie ihre Quellen. Vor allem nehmen sie mit, dass niemand ihren Körper besser spüren kann als sie selbst. Eltern erhalten konkrete Kriterien für die Auswahl von KI-Angeboten und ein Handout für das erste Gespräch über die Periode. Oft gibt es auch den Anstoß für ein Gespräch, das zu Hause bisher nicht stattgefunden hat.
Für wen?
Für Kinder von 9 bis 14 Jahren aller Geschlechter mit mindestens einer erwachsenen Begleitperson, ohne Vorkenntnisse. Jungen sind ausdrücklich eingeladen, denn Periodenwissen ist kein „Mädchenthema”. Niemand muss etwas über sich erzählen, alle Fragen bleiben anonym, und kein Kind muss ein Konto anlegen oder Daten eingeben. Maximal 10–15 Familien.
Leitung: Jana, Gründerin von Period Next (Hamburg), einer KI-gestützten App für Zyklus- und Körperbildung für 8- bis 16-Jährige und ihre Eltern.
Weitere Veranstaltungen
Von Workshops bis Weiterbildung, von Kinderprogrammen bis KI-Kursen für Senior*innen, von Achtsamkeitsübungen zu Aha-Momenten – wir bieten ein vielseitiges Programm für alle Generationen.




